Preisverleihung Jugendfilmwettbewerb „GENUG FÜR ALLE – FÜR IMMER“

Preisverleihung Jugendfilmwettbewerb „GENUG FÜR ALLE – FÜR IMMER“

Am 9. November 2018 war es endlich soweit. An diesem Abend wurden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die am Jugendfilmwettbewerb „Genug für alle – für immer“ des BUND Naturschutz Naturerlebniszentrum Allgäu mit einem Kurzfilm teilgenommen hatten, geehrt.

Es war ein aufregender Abend für die Nominierten, denn ihre Kurzfilme, die konkrete Ideen für eine zukunftsfähige Welt, von nachhaltiger Ernährung und Müllvermeidung über einen achtsamen Lebensstil, Integration von Ausländern bis hin zu umweltverträglicher Mobilität, zum Thema hatten, wurden vor 160 Zuschauern prämiert. Die elf besten kreativen, kritischen, aufrüttelnden, bewegenden und oft hochprofessionellen Filme der Jungfilmer in verschiedenen Altersklassen wurden an dem Abend ausgezeichnet

Hier die Preisträger und ihre Beiträge:

Den ersten Preis des Gesamtwettbewerbs gewann Emil Anwander aus Bad Hindelang mit seinem Film „Everybody can be a hero“.Ein hoch professionell gedrehter Film, der von Eltern handelt, die gerade deswegen Helden für ihre Kinder sind, weil sie diese radeln lassen und nicht – womöglich mit Sprit fressenden SUVs – per Elterntaxi überall hinfahren.

Auf begeisterte Reaktionen des Publikums stieß der Film „Emission impossible“ von Leon Thiel aus Lauingen, der den ersten Preis in der Kategorie der 16-17-jährigen Jungfilmer gewann. In James-Bond-Manier klettert der Agent „Mister G. Heim“ auf einen fahrenden Zug, nachdem er mit dem Auto im Stau stecken blieb und kommt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln rechtzeitig zum geheimen Treffpunkt.

Emotional tief bewegend war der einfühlsame Kurzfilm „Let me tell You a story“ von Viviann Tran aus Gomaringen, der den zweiten Preis in der Altersklasse der über 18-jährigen Jungfilmer gewann. Mit wunderschönen Filmaufnahmen inspiriert die Filmemacherin, begleitet von selbst komponierter Klaviermusik, Augen, Herz und Seele zu öffnen für die Fülle des Lebens auf der Welt.

Mit ihrem Film „Die Lichtverschmutzung“ griff die erst 14-jährige Jungfilmerin Valentina Lengdobler aus Krumbach die ökologischen Folgen und Handlungsmöglichkeiten für ein wichtiges Thema auf und gewann damit den ersten Preis der unter 16-jährigen Jungfilmer.

Der Film „Alp(en)traum“ des Umweltbildungsteams im Nationalpark Berchtesgaden gewann den ersten Preis in der Kategorie der medienpädagogisch begleiteten Filme. In kreativer Stop-motion-Technik stellt der Film die Folgen einer überbordenden touristischen Erschließung im Alpenraum dar.

Mit hoch professioneller Filmtechnik thematisierte die Filmgruppe „Young Green“ der deutschen Schule in Rio de Janeiro mit ihrem Film „Vernachlässigter Müll“ einen nachhaltigen Umgang mit dem Thema Müll und gewann damit den dritten Preis in der Kategorie der 16-17-jährigen Filmemacher.

Sehr authentische Anregungen für ein nachhaltiges Leben beinhaltete der Film „Genug für alle“ der Erlangerin Ambra Weiß, die mit der Dokumentation eines Tagesablaufs den dritten Preis der 16-17-jährigen Filmemacher gewann.

Veranstalter des Wettbewerbs ist das Naturerlebniszentrum Allgäu des BUND Naturschutz (NEZ), gefördert wurde der Wettbewerb im Rahmen des bayernweiten Projekts „KunstWerkZukunft“ vom bayerischen Umweltministerium.

Hintergrundinfos zur bayernweiten MitmachAktion „KunstWerkZukunft – Natürlich nachhaltige Lebensstile“:

14 Umweltbildungseinrichtungen führen im Laufe des Jahres 2018 gemeinsam mit lokalen Partnern Kunstaktionen mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch, die sich mit nachhaltigen Lebensstilen beschäftigen. Nach der inhaltlichen und persönlichen Auseinandersetzung mit ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen unserer heutigen Lebensweisen sollen Kunstwerke entstehen, die öffentlich ausgestellt oder aufgeführt werden, um andere Menschen zu inspirieren, ihre Alltagsgewohnheiten zu überdenken und einen nachhaltigeren Lebensstil zu entwickeln.

Kunst als Ausdrucks- und Kommunikationsform ist dabei von den Initiatoren bewusst gewählt. Denn Kunst ist universell – sie wird von jedem und jeder verstanden – ob alt oder jung, deutsch oder nicht. Deswegen haben sich die Initiatoren für dieses Mittel entschieden. Bereits mehr als 20.000 Menschen wurden mit den bisherigen Aktionen in ganz Bayern erreicht.

#WirSindViele: Die MitmachAktion KunstWerkZukunft ist eine Initiative von 15 Partnern des Qualitätssiegels „Umweltbildung.Bayern“ und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Diese Partner sind:

ANU Bayern e.V. ● Münchner Umwelt-Zentrum e.V. im ÖBZ München ● BenE München e.V. ● Landesbund für Vogelschutz (LBV), Kreisgruppe München, Umwelt- u. Nachhaltigkeitsbildung ● Naturerlebniszentrum (NEZ) Burg Schwaneck, Kreisjugendring München-Land ● Ökoprojekt MobilSpiel e.V., München ● Green City e.V., München ● LBV Umweltstation Rothsee ● Museum im Koffer e.V., Nürnberg ● UBiZ Oberschleichach ● Nah-türlich e.V., Kehlheim ● Umweltstation Lias Grube e.V., Eggolsheim ● NEZ Allgäu, Immenstadt ● Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen

www.kunstwerkzukunft.de

Link zu den Filmbeiträgen: www.genug-fuer-alle.camera

Preisträger Jugendfilmwettbewerb Genug für alle – für immer 2018

 

 Film Filmautor Ort Kategorie Platz
Medienpädagogisch begleitete Filme        
Alp(en)traum Umweltbildungsteam des Nationalparks Berchtesgaden begleitet 1
Ausgequalmt 2.0 Moviebande Dillingen begleitet 2
Jungfilmer unter 16 Jahren        
Die Lichtverschmutzung Valentina Lengdobler Krumbach <16 1
Jungfilmer zwischen 16 und 17 Jahren        
Emission impossible Leon Thiel Lauingen 16-17 1
Vernachlässigter Müll Young Green Rio de Janeiro 16-17 2
Genug für alle Ambra Weiß Erlangen 16-17 3
Zusammen die Welt verändern Vanessa Delalle München 16-17 4
Jungfilmer zwischen 18 und 25 Jahren        
Everybody can be a hero Emil Anwander Bad Hindelang >18 1
Let me tell you a story Vivann Tran Gomaringen >18 2
Wieso hypen alle Bäume Linus Harmening Frankfurt/Main >18 3
Paved Paradise Vinzenz Neuner Waal >18 4

Hier einige Eindrücke der Preisverleihung in Bildern: