Pressemitteilung

Bewegte Bilder zur Nachhaltigkeit

11 Filme wurden in 4 Kategorien im bayernweiten Jugendfilmwettbewerb „Genug für alle – für immer“ in Immenstadt verliehen / Der Hauptpreis geht an Emil Anwander aus Bad Hindelang mit seinem Film „Everybody can be a hero“

Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Bayern, von Erlangen bis nach Berchtesgaden, beteiligten sich mit ihrem Kurzfilm für eine bessere Welt am Jugendfilmwettbewerb „Genug für alle – für immer“, den das BUND Naturschutz Naturerlebniszentrum Allgäu ausgeschrieben hatte. Sogar Schülerinnen und Schüler einer deutschen Schule aus Rio de Janeiro und ein Jungfilmemacher aus Frankfurt am Main haben einen Filmbeitrag eingereicht.

Im Union-Filmtheater Immenstadt wurden am Freitag, 9. November 2018 vor 160 Zuschauern, die PreisträgerInnen und Preisträger geehrt. Präsentiert wurden die besten kreativen, kritischen, aufrüttelnden und bewegenden Filme. Entstanden sind Filme, die Mut machen: Sie liefern konkrete Ideen für eine zukunftsfähige Welt, von nachhaltiger Ernährung und Müllvermeidung über einen achtsamen Lebensstil, Integration von Ausländern bis hin zu umweltverträglicher Mobilität. Und das äußerst vielseitig: Vom selbst produzierten Musikvideo über Animationsfilme bis hin zum Agententhriller fanden sie die unterschiedlichsten Ausdrucksformen.

Die hochkarätige Jury, bestehend aus Schauspielerin Katharina Schwarz („The Tourist“, „Schmetterlinge im Bauch“, „Sturm der Liebe“), Carmen Schnaidt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Felix Lacher, Filmer und Medien-Coach für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendfilmwettbewerbs sowie Andreas Güthler, Leiter des Naturerlebniszentrums Allgäu des BUND Naturschutz (NEZ), zeigte sich von der Vielfalt und der Qualität der Ergebnisse begeistert.

Nicole Lohfink, Film- und Theater-Künstlerin sowie medien-pädagogische Referentin und ebenfalls Mitglied in der Jury, sagt wertschätzend: „Für mich zählen alle, die teilgenommen haben, zu den Gewinnern. Die Erfahrung, die die Jugendlichen durch Ausdenken, Hinsetzen, gemeinschaftlich ein Ergebnis ausarbeiten, gemacht haben, kann ihnen keiner mehr nehmen. Mir hat gut gefallen, mit welcher Kreativität und welchem Witz die Jugendlichen uns mit ihren Filmen zum Nachdenken anregen.“

Alle anwesenden Preisträger auf der Preisverleihung am 9. November 2018 – Foto: Naturerlebniszentrum Allgäu

Den ersten Preis des Gesamtwettbewerbs gewann Emil Anwander aus Bad Hindelang mit seinem Film „Everybody can be a hero“. Der hoch professionell gedrehte Film handelt von Eltern, die gerade deswegen Helden für ihre Kinder sind, weil sie diese radeln lassen und nicht – womöglich mit Sprit fressenden SUVs – per Elterntaxi überall hinfahren. Nicole Lohfink sagt dazu: „Grundsätzlich ist die Idee, gängige Helden-Vorstellungen zu hinterfragen und die versteckten ins Licht zu rücken und wertzuschätzen, eine spannende Herangehensweise und diese Definition von Heldentum dann mit dem Thema Nachhaltigkeit zu verbinden, ein geschickter Schachzug.“

Den zweiten Platz in dieser Kategorie erhielt der emotional tief bewegende Kurzfilm „Let me tell you a story“ von Viviann Tran aus Gomaringen. Mit wunderschönen Filmaufnahmen inspiriert die Filmemacherin, begleitet von selbst komponierter Klaviermusik, Augen, Herz und Seele zu öffnen für die Fülle des Lebens auf der Welt. Sich bewusst zu werden, dass es keinen Planeten B gibt, sondern es hier und jetzt unsere Aufgabe ist, die Erde und alle existierenden Wesen zu sehen, zu schützen und zu lieben. Das Video Wieso hypen alle Bäume“ von Linus Harmening von der Musikgruppe Leines MusicShow aus Frankfurt am Main wurde mit dem dritten Platz und „Paved Paradise“ von Vinzenz Neuner aus Waal mit dem vierten Platz in dieser Altersklasse gewürdigt.

Auf begeisterte Reaktionen von Jury und Publikum stieß „Emission impossible“ von Leon Thiel aus Lauingen, der den ersten Preis in der Kategorie der 16- bis 17-Jährigen gewann. Ein Geheimagent merkt bei seiner neuesten Mission, wie unpraktisch und unnachhaltig Autos in unserer Gesellschaft sind. Daher entscheidet er sich kurzfristig gegen das Autofahren, lernt die Vorteile öffentlicher Verkehrsmittel schätzen und erkennt, dass unsere Umwelt ohne Autos deutlich schöner ist. Mit beeindruckender Regie- und Kameraleistung in dem Film „Vernachlässigter Müll“ erlangte die Filmgruppe „Young Green“ der deutschen Schule in Rio de Janeiro den zweiten Preis. Sehr authentische Anregungen für ein nachhaltiges Leben beinhaltet der Film „Genug für alle“ von Ambra Weiß aus Erlangen, die mit der Dokumentation ihres Tagesablaufs den dritten Preis in dieser Kategorie gewann. Den vierten Platz belegte Zusammen die Welt verändern“ von Vanessa Delalle aus München.

Mit „Die Lichtverschmutzung“ überzeugte die erst 14-jährige Jungfilmerin Valentina Lengdobler aus Krumbach. Sie greift die ökologischen Folgen und Handlungsmöglichkeiten für ein wichtiges Thema auf und gewann damit den ersten Preis in der Altersklasse unter 16 Jahren.

Der Film „Alp(en)traum“ des Umweltbildungsteams im Nationalpark Berchtesgaden schließlich gewann den ersten Preis in der Kategorie der medienpädagogisch begleiteten Filme. In kreativer Stop-motion-Technik stellt der Film die Folgen einer überbordenden touristischen Erschließung im Alpenraum dar. Mit den Stilmitteln eines Wissensmagazins arbeitet der Beitrag Ausgequalmt 2.0“ von der Moviebande aus Dillingen die Umweltproblematik durch Zigarettenfilter eindrucksvoll auf und wurde mit dem zweiten Preis in dieser Kategorie belohnt.

Veranstalter des Wettbewerbs ist das Naturerlebniszentrum (NEZ) Allgäu des BUND Naturschutz. Gefördert wurde der Wettbewerb im Rahmen des bayernweiten Projekts „KunstWerkZukunft – Natürlich nachhaltige Lebensstile“ vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Informationen zum Wettbewerb: www.genug-fuer-alle.camera

Ein Großteil der Einreichungen sind auf dem Youtube-Kanal unter https://www.youtube.com/channel/UCAsFObBpeQXnPvnYPJb1bSQ zu sehen.

Informationen über das bayernweite Projekt KunstWerkZukunft – natürlich nachhaltige Lebensstile: www.kunstwerkzukunft.de

 

Pressekontakt:

Günes Seyfarth
ANU Bayern e.V.
Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
0171-1233483
guenes.seyfarth@anu.de

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