Bericht von der Tagung Nachhaltigkeit first!? in Augsburg

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Am 20.11.2018 stellte die ANU Bayern e.V. die MitmachAktion KunstWerkZukunft auf dem Zukunftsmarkt der Tagung „Nachhaltigkeit first?!“ rund 150 Teilnehmenden vor. Das Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung in Bayern, RENN.süd und das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement luden auch dieses Jahr zu einer bayernweiten Tagung zum Thema „Nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene in Bayern verstärken“ nach Augsburg ein.

Die ANU Bayern e.V. war neben Engagement Global, der Lokalen Agenda 21 für ein zukunftsfähiges Augsburg, dem Verein Woman Engage for a Common Future (WECT), der Ökologischen Akademie e.V., Linden und dem Projekt „Mensch in Bewegung“ der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Technischen Hochschule Ingolstadt Kooperationspartner. Gemeinsam haben alle Partner reichhaltiges Programm auf die Beine gestellt, das großen Anklang fand.

Marion Loewenfeld und Günes Seyfarth, ANU Bayern e.V., stellten im Rahmen des Zukunftsmarktes die bayernweite MitmachAktion KunstWerkZukunft – natürlich nachhaltige Lebensstile“ vor. Auf einer Litfaß-Säule waren viele Fotos von Kunstwerken zu sehen, die Kinder und Jugendliche im Laufe des Projekts geschaffen hatten, eine Stellwand informierte über Hintergründe.

Schon in der Ankommensphase zog der Stand viele Interessierte an und es kamen gute Gespräche mit Künstlerinnen, Verantwortlichen aus Politik und öffentlicher Verwaltung sowie Engagierten im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung zustande.

Die Tagung begann mit einem mitreißenden Vortrag von Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), mit dem Gedankenspiel „Nachhaltigkeit First!? Was wäre wenn…“. Seine Worte waren ungeschönt und direkt: „Deutschland gehört zu den größten Ressourcennutzern. Deshalb müssen ambitioniertere Lösungen durch uns erfolgen.“

Es folgten spannende Blitzlichter u.a. zu Digitalisierung, zivilgesellschaftlichem Engagement, Flächenverbrauch, sozialer Gerechtigkeit und der Fragestellung, ob Ethik und Profit zusammenpassen.

Wir konnten viele Impulse daraus mitnehmen.

Im nächsten Programmabschnitt „Wandelplenum“ waren wir eine von 12 Initiativen, die sich in zwei halbstündigen Durchgängen den knapp 150 interessierten Teilnehmern und Teilnehmerinnen präsentieren durften. Schnell entstanden spannende Diskussionen mit vielen Fragen bezüglich der Umsetzung mit den lokalen Partnern und Partnerinnen, der Finanzierung und der Möglichkeit weiterer Vernetzung zur Verwirklichung eigener Ideen.

Unser Ziel war es zu zeigen, wie Akteure ihre Kommune in Richtung nachhaltige Entwicklung nach vorne bringen können. Wie können sie Kinder und Jugendliche einbinden und ihre Sichtweisen auf nachhaltige Lebensstile öffentlich machen? Die MitmachAktion KunstWerkZukunft als Vorbild kann man z.B. zu einem Kunstwettbewerb mit Fragen wie „Wie können wir unseren Ort lebenswerter machen? Zeige uns deine Lösungen und Visionen für eine enkeltaugliche Zukunft!

Was man dadurch gewinnt?

Viele neue Ideen => Ideen aus der Bevölkerung erweitern die eigene Perspektive.

Größere Reichweite => Durch die Einbindung in einen größeren Kontext („Was macht die Art, wie wir leben, aus unserer Umgebung?“) erreichen wir mehr Aufmerksamkeit.

Größere Akzeptanz => Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bilden sich eine eigene Meinung und können als Botschafter und Botschafterinnen für eine nachhaltige Entwicklung fungieren.

Nach diesem fruchtbaren Austausch besonders mit Bürgermeistern, Umweltbeauftragen und weiteren Verteter*innen kommunaler Verwaltung ging es mit entspannten Gesprächen mit einzelnen Personen beim vegetarischen leckeren Mittagessen weiter.

Am Nachmittag gab es einen intensiven Input in kleineren Foren. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen teilten sich auf sieben Foren auf.

 

 

Die Themen waren folgende:

  • Nachhaltigkeit braucht Gerechtigkeit
  • Global – Lokal: Agenda 2030 verOrten
  • Nachhaltige Bürgerkommune – Demokratie mit Perspektive
  • Hochschule – Knotenpunkt einer nachhaltigen Region?
  • Unternehmer*innen im lokalen Nachhaltigkeitsprozess – wie kann dies gelingen?
  • Nachhaltige Beschaffung in Kommunen – ein Blick in die Praxis
  • Wie schaffen wir Wohnraum und Arbeitsplätze, ohne immer weiter zu versiegeln?

Aus diesen Foren erarbeiteten die Teilnehmenden Fragen, die im Anschluss zwei Politikern von Bündnis 90/ Die Grünen und den Freien Wählern gestellt und von ihnen beantwortet wurden.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung für uns. Denn ein Feedback, das wir am meisten bekamen, war, wieso unsere MitmachAktion Ende 2018 aufhört und nicht weitergeführt wird. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen fanden unsere MitmachAktion KunstWerkZukunft innovativ und eine spannende Symbiose von BNE und Kultureller Bildung. Das finden wir auch. Deshalb geben wir die letzten Wochen noch Vollgas und freuen uns auf unsere Abschlusstagung am 14.12.2018 in Nürnberg.

 

2018-11-23T10:19:19+00:00