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In den Pfingstferien war in der Feierwerk Südpolstation ein kunterbuntes Ferienprogramm in der Krea(k)tiv-Werkstatt geboten. Vor allem Naturliebhaber*innen kamen bei einer ganz besonderen Ferienbetreuung, die in Kooperation mit Ökoprojekt MobilSpiel e.V. organisiert wurde, voll auf ihre Kosten.

In der „Kunstwerkstatt Natur“ wurde jeden Tag draußen gespielt, gebastelt und gegessen – ganz im Einklang mit der Natur. Zusammen mit dem Künstler Jorge Hidalgo und mit Hilfe von Pinseln, Farben, Ästen und Stoffen wurde ein großes Kunstprojekt rund um die Feierwerk Südpolstation gestartet. Am Mittwoch, den 30. Mai 2018, wurde das Kunstwerk anlässlich des letzten Tags des Ferienprogramms von 14:00 bis 16:30 Uhr auf einem großen Abschlussfest eingeweiht. Natürlich waren alle Nachbar*innen und Eltern herzlich dazu eingeladen.

  • Die Ferienbetreuung war für Kinder von 8 bis 12 Jahren und kostet 5 Euro pro Tag (nur wochenweise buchbar, max. 30 Kinder pro Tag).
  • Betreuung war von Dienstag, den 22. Mai 2018. bis Freitag, den 25. Mai 2018 sowie von Montag, den 28. Mai 2018 bis Mittwoch, den 30. Mai 2018 von 8:00 bis 15:00 Uhr möglich.
  • Die Bringzeiten waren flexibel von 8:00 bis 9:00 Uhr.
  • Eine Anmeldung war bis zum 9. Mai 2018 erforderlich.

Welches Kunstwerk entstanden ist finden Sie und im Folgenden hier >>

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Dem Ferienprogramm lag eine gemeinsame Konzeption der beiden Kooperationspartner und dem beteiligten Künstler zu Grunde. Auf pädagogischer Ebene berücksichtigte das Projekt sowohl die Leitlinien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), als auch kulturpädagogische und künstlerische Aspekte. Rahmen für die entsprechende Themensetzungen gaben die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals = SDG´s) der Agenda 2030. Ziel des Projektes war es, dass sich Kinder sinnlich-kreativ mit unterschiedlichen Lebensstilthemen auseinandersetzen, durch die Zusammenarbeit mit einem Künstler mit indigenen Wurzeln andere Perspektiven kennenlernen, sich als Gestalter*innen von Gegenwart und Zukunft erleben und ein gemeinsames Kunstwerk schaffen, das über das Projekt hinaus bleibt und die Besucher*innen der Südpolstation zu einer Auseinandersetzung mit Themen nachhaltiger Entwicklung  anregt.

Wichtige Impulse für das Projekt setzte der Lebenslauf des Künstlers, der selbst einem indigenen Stamm in Kolumbien angehört und dadurch einen eigenen Blickwinkel auf nachhaltige Lebensstile und ein zukunftsfähiges gutes Leben einbrachte. In einem sinnlich gestalteten Einstieg beschäftigen sich die Kinder mit Realien aus den kolumbianischen Regenwaldgebieten, stellten rote Farbe aus den Früchten des Annattostrauches her und bemalten sich gegenseitig die Gesichter auf traditionelle Weise. Ergänzend dazu gelang mit verschiedenen Spielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und des Globalen Lernens ein thematischer Einstieg: Im Weltverteilungsspiel ging es um eigene Einschätzungen zur globalen Verteilungsgerechtigkeit in Bezug auf Weltbevölkerung, Einkommen und Güter. Im Wertespiel diskutierten die Kinder gemeinsam über die Bedeutung von materiellen und immateriellen Gütern und Werten.

Nach dem Einstieg wurde es konkret: große Holzplatten abschleifen, grundieren und erste Skizzen auf Papier gestalten. In mehreren Konsensentscheidungen wurden die unterschiedlichen Entwürfe der Kinder zu zwei übergeordneten Themen zusammengefasst, die jeweils auf einem der beiden entstandenen Wandgemälde abgebildet sind. Ein Bild beschäftigt sich stark mit den Auswirkungen von Abholzungen in Regenwaldgebieten. Es zeigt aber auch die Schönheit des Regenwaldes – mit all seinen Bewohner*innen, den Tieren, Pflanzen und indigenen Völkern, die sich dem entgegenstellen.

Auf dem anderen Bild sind Silhouetten von zwei Kindergesichtern zu sehen, die sich gegenseitig anschauen. Um sie herum sind kleine Kreise, in welche die Kinder ihre eigenen Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse für ein gutes Leben hineingemalt haben: Symbole für Frieden, Familie, Freundschaft, aber auch Wiesen mit Blumen, Wäldern und anderen Orten in der Natur.

Zur „Einweihung“ der beiden Kunstwerke gab es ein Fest auf dem die Kinder ihre Kunstwerke und die zugrunde liegenden Skizzen präsentieren, Hintergründe zum Projekt erzählten und sich alle gemeinsam zu nachhaltigen und ressourcenschonenden Lebensstilen austauschten.