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In einem 1-tägigen Seminar wurden Pädagog*innen befähigt, das Interesse der Jugendlichen für mobile Endgeräte für die bewusstere Wahrnehmung ihrer Umgebung und die Sensibilisierung für nachhaltige Lebensstile zu nutzen. Im Folgenden finden Sie einen Bericht über das Seminar. Viel Spaß beim Lesen!

BNE mit Smartphone und Kamera – Impulse für die Bildungsarbeit mit mobilen Medien
Von Thomas Schwab, BenE München e.V.

Jugendliche verwenden heute selbstverständlich Smartphones und andere mobile Geräte zum Fotografieren und Filmen. Das Seminar Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit Smartphone und Kamera, das vom Bayerischen Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert wurde, hatte das Ziel, Pädagog*innen zu befähigen, dieses Interesse der Jugendlichen für die bewusstere Wahrnehmung ihrer Umgebung und die Sensibilisierung für nachhaltige Lebensstile zu nutzen. Die von BenE München e.V. am 7. März 2018 im Ökologischen Bildungszentrum München veranstaltete Fortbildung war die erste von drei Multiplikator*innenschulungen im Rahmen der bayernweiten MitmachAktion „KunstWerkZukunft – natürlich nachhaltige Lebensstile“ und wurde gemeinsam mit Burg Schwaneck, Studio im Netz, Münchner Umweltzentrum e.V., Naturerlebniszentrum Allgäu veranstaltet.

Dr. Joachim Borner, Sprecher des Partnernetzwerks Medien des Weltaktionsprogramms (WAP) und Gründer des Kollegs für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung gGmbH, stimmte die Teilnehmenden in das vielschichtige Thema ein. Er verwies u.a. auf die Bedeutung von Gestaltungskompetenzen und plädierte für die Erfindung
neuer Narrative für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei zeigte er einige Filme, die in den letzten Jahren von Jugendlichen entstanden sind. Bei den folgenden Workshops konnten die Teilnehmenden unterschiedliche Apps kennen lernen und praktisch ausprobieren: Marc Haug, Münchner Umwelt-Zentrum e.V., stellte eine erprobte Methode vor, mit der man mit der Smartphone-Kamera in Kleingruppen auf Naturentdeckungsreise gehen oder nachhaltige Lebensstile szenisch darstellen kann und mittels einer App ohne technisches Vorwissen in kürzester Zeit beeindruckende kleine Videoclips erstellen kann. Claudia Zinserling demonstrierte in ihrem Workshop mehrere digitale Tools, mit denen auch Laien sehr schnell stimmungsvolle Filmmusik komponieren können. Hans-Jürgen Palme, SIN Studio im Netz, führte in das reichhaltige Methodenspektrum mit mobilen Medien ein, das in der Nachhaltigkeitsbildung eingesetzt werden kann. Am Ende der Workshops äußerten viele Teilnehmende, dass sie einzelne Apps, die sie in den Workshops kennengelernt haben, demnächst in der eigenen Bildungsarbeit einsetzen möchten. Der zweiteilige Workshop für Fortgeschrittene Interviewtechnik und Storytelling im Film von Oliver Sachs und Christoph Redl (morpheus) bot den Austausch mit Praktikern aus der Filmwirtschaft. Dieser Workshop war für viele offensichtlich eine gute Entscheidung. Denn die Gruppe verabredete sich am Ende des Tages zur Weiterarbeit. Dies lässt auf spannende  Produktionen im Rahmen der bayernweiten Mitmachaktion „KunstWerkZukunft – natürlich nachhaltige Lebensstile“ und darüber hinaus hoffen.

Eine ausführliche Dokumentation mit Links zu den entstandenen Filmen und Materialien aus den Workshops, Tipps und Tricks, sowie rechtliche Informationen für den Umgang mit digitalen Medien in der BNE wird im Sommer erscheinen. Diese Publikation soll Bildungsakteure unterstützen, die Smartphone und Kamera mit Kindern und Jugendlichen in der Bildung für nachhaltige Entwicklung einsetzen möchten.

Den Bericht finden Sie auch im ANU Rundbrief 1-2018 S.11  

Und eine detailiierte Dokumentation finden Sie hier >>

Im Folgenden einige Impressionen:

Arbeiten mit dem Greenscreen

Der jünste Teilnehmer beim Interview

Interview im Workshop

Pausengespräche

Präsentation der Workshop Ergebnisse

Hans-Jürgen Palme präsentiert die Workshop Ergebnisse